Radeba

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FC Luzern

11.08.2012 AXPO SUPER LEAGUE 2012/2013
FC Luzern - FC St.Gallen 1:1

Die ersten 45 Minuten waren so langweilig, dass wir begannen uns schlecht zu fuehlen bezueglich unserer Wahl der Sonntagsbeschaeftigung und noch viel schlimmer die 68.- pro Person die wir bezahlt haben. Dazu kommt noch, dass man eine Prepaid-Karte kaufen musste, bevor man sich Snacks oder Getraenke holen konnte. Dennoch konnte ich keinen Groll hegen gegen die Verkaeuferin am Snack-Stand, da es ja nicht ihre Idee war.
Wir sassen also da im oberen Sektor, hungrig, gelangweilt und besorgt um das Niveau der Super League als ploetzlich Dejan Janjatovic(deutscher Staatsangehoeriger) ein Tor erzielte von hinter dem Elfmeterpunkt. Ein fantastischer Schuss, welcher die Gastmannschaft in Fuehrung brachte. Der FCL schrie vor Schmerz und began eine sehr konsistent gefuehrte Kampagen, wohlbekannt in den Fussballstadien. Die sogennante: Affair. Es geht dabei darum den Ball blindlings Richtung Elfmeterpunkt zu treten, in der Hoffnung ein Teamkollege kann erfolgreich das launische runde Ding ins Netz befoerdern. Etwa zwoelf tausend Zuschauer teilten diese Hoffnung, mal sitzend dann wieder stehend. „klopfet an, so wird euch aufgentan“. Der Erfolg kam in der 85 Minute, im Tumult, einer wurde getroffen, ein anderer zurueck gezogen, waehrend ein dritter wie vom Blitz getroffen, umfiel. Der Schiedsrichter hatte keine andere Wahl als einen Elfmeter zu geben. Der bulgarische Stuermer Dymitar Rangelow, welcher sein Glueck die Jahre zuvor vergebens bei Borussia Dortmund und Energie Cottbus versucht hatte, verwandelte den Elfmeter zum Ausgleich.
Kurz vor dem Ausgleich, die Heimfans entschieden sich dem Spiel etwas mehr Attraktivitaet einzuhauchen und zuendeten Pyrofackeln, welche strikte verboten sind in allen Fussbalstadien. Da es keine suessere Frucht gibt, als die verbotene bewiesen die St. Gallen Fans kurz danach, dass sie genau so gut ausgeruestet sind. Ich habe von diesem Kraeftemessen profitiert, man hat schliesslich nicht jeden Tag die Gelegenheit solche Bilder zu schiessen. 
Die schweizer Fussball Liga hat ein gewisses Niveau und dieses Nieveau ist tief und trotzdem bereit zum Vergleich mit der polnischen Ekstraklasa. Vielleicht is dieser Vergleich nicht voellig gerechtfertigt und der direkte Vergleich mit anderen europaeischen Ligen wuerde einen weniger voreingenommenen Vergleich darstellen.
Eines der wenigen Highlights des Spiels, war die Leistung des Spielers mit der Nummer zehn, Ezequiel Oscar Scarion, der FC SG Spielmacher aus Argentinien. Seine Technik mit schnellen Balleroberungen, schnellen Drehungen und ausgezeichneten Paessen, lassen Assoziationen zu ganz anderen europaeischen Ligen zu und nicht der Schweizer Liga. Es ist verwunderlich, dass dieser Spieler noch nicht von einer anderen europaeischen Liga entfuehrt wurde. Seine Statistik zeigt, dass er in den letzten zehn Jahren immer zwischen dem FC Thun und dem FC St. Gallen hin und her gewechselt hat. Er muss sich schlicht wohl fuehlen in Helvetien(was nicht verwunderlich ist). Vielleicht ist er reich von Haus aus, durch Heirat, oder er spiel Fussball zu seinem eigenen Vergnuegen und natuerlich zu jenem der Zuschauer. Oder aus all diesen drei Gruenden zusammen.